VDI2078 Ergebnisse
Feuchte und trockene Berechnung
Die VDI 2078 definiert die Kühllastberechnung als eine „trockene“ Berechnung (Anhang B, Seite 118). Das bedeutet, dass sämtliche feuchtigkeitsbezogenen Wärme- bzw. Energieprozesse unberücksichtigt bleiben.
Im Rahmen der Ergebnisdarstellung wird die Trockenkühllast der Raumkühlelemente ausgegeben – entsprechend der Definition in der VDI 2078. Darüber hinaus stehen weitere nützliche Informationen zur Verfügung, wie beispielsweise der totale (feucht und trockene) Kühlbedarf des Kühlregisters im Lüftungsgerät, oder der totale Kühlbedarf, der im Gebäude entsteht.
Hinweis: Die VDI 2078 definiert für den CDD im heißesten Monat einen Wassergehalt von 12,5 g/kg. Bei einer Umgebungstemperatur von 34°C beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 37,5% und ist somit relativ niedrig. Des Weiteren bringt das VDI-Personenmodell keine Feuchtigkeit in den Raum. Die feuchten Berechnungsergebnisse aus einer VDI-Lastberechnung sind deshalb nur bedingt für eine TGA Planung einsetzbar.
Es wird daher empfohlen, bei der Untersuchung feuchtigkeitsbezogener Fragestellungen die Simulationen über das Registerblatt “Simulation” auszuführen und nicht ausschließlich eine auf der VDI 2078 basierende Berechnung auszuführen.
Zudem ist zu beachten, dass bei einer VDI 2078 Kühllastberechnung mit IDA ICE über die gesamte CDP der Wassergehalt der Luft konstant mit 12,5 g/kg angesetzt wird1. Die sich daraus ergebende Innenluftfeuchte kann in kühleren Monaten dazu führen, dass die Oberflächentemperaturen der Fenster unter der Taupunkttemperatur der Raumluft liegen, was zu Warnungen während der Simulation führt. Diese Warnungen haben keinerlei Auswirkungen auf die Genauigkeit der Trockenkühllast der Räume gemäß VDI 2078.
Detaillierte Ergebnisse
Der Reiter „Details“ zeigt die detaillierten Ergebnisse für alle durchgeführten Simulationsabschnitte in den Monaten April bis September. Dabei kann es ein bis drei Phasen mit Leistungsspitzen (Peaks) bei der Simulation eines einzelnen Raums geben. Mit zunehmender Anzahl an Zonen können weitere Spitzenzeiten hinzukommen. Diese Spitzen können entweder zonenweise, im Lüftungsgerät oder als gesamte Gebäudekühllast auftreten. Welche Lastspitze welchem Simulationsabschnitt im Reiter „Details“ zugeordnet ist, lässt sich im Reiter „Zusammenfassung“ nachvollziehen.