VDI2078 Fenster
Ein spezielles Registerblatt „VDI 2078“ ist im Fensterformular verfügbar, in dem Anpassungen für Glas- und Verschattung vorgenommen werden, die ausschließlich in einer VDI-Simulation berücksichtigt werden. Dies ist notwendig, da das native IDA ICE Fenstermodell automatisch durch ein VDI-Fenstermodell ersetzt wird, um den Anforderungen der Richtlinie gerecht zu werden.
Für die Definition von Verglasungs-/Sonnenschutzsystemen stehen drei Optionen zur Verfügung:
- Verwendung der IDA ICE Fensterparameter (nur beim detaillierten Fenstermodell)
- VDI 2078 Datenbank
- Manuelle Parametrierung des Fensters nach VDI 2078
ACHTUNG: Es ist empfehlenswert, im Ausgangsmodell das detaillierte Fenstermodell zu verwenden, da hier eine automatische Umrechnung der Fensterparameter in VDI-Fensterparameter möglich ist. Beim Standard- Fenster muss der Nutzer jedoch selbst sicherstellen, dass eine korrekte Zuordnung zu einem Fenster aus der VDI-Datenbank erfolgt oder die VDI-Fensterparameter müssen manuell parametriert werden.
Die Eingabe der Sonnenschutzregelung im Fensterformular wird bei der VDI-Kühllastsimulation berücksichtigt, insofern ein Sonnenschutz vorhanden ist. Bei Auswahl von Systemen aus der VDI Datenbank, sind Fenster entsprechend zu wählen (z.B. 2.1.2 2-fach Isolierverglasung, Lamellenraffstore verschmutzt (45°, cut-off) außen. Wenn der Sonnenschutz immer geschlossen sein soll, ist das in der Regelung entsprechend einzustellen.

Detailliertes Fenstermodell
Bei Verwendung des detaillierten Fenstermodells werden die ursprünglichen IDA ICE Fenstereingabedaten, die auf der ISO 15099 basieren, standardmäßig in VDI-Fensterparameter umgewandelt. Das bedeutet, dass auf der Modellebene ein alternatives Fenstermodell verwendet wird, das gemäß VDI 6007-2 rechnet und bei einer VDI 2078 Simulation die umgewandelten Parameter nutzt.
Dadurch können beliebige Kombinationen von Glasscheiben und Sonnenschutzsystemen, mit Ausnahme von "Dynamischem Glas", in der VDI-Simulation berücksichtigt werden. Es ist allerdings zu beachten, dass Sonnenschutzeigenschaften während der VDI-Simulation nicht mehr mit jedem Rechenschritt dynamisch berechnet werden, sondern in statische Werte überführt werden.
Im Registerblatt „VDI 2078“ des Fensterformulars können die resultierenden VDI-Fensterparameter eingesehen, bearbeitet und manuell angepasste Parameter in der Simulation verwendet werden. Alternativ können Fenstertypen aus der VDI-Datenbank ausgewählt werden, wobei dann die ursprünglichen IDA ICE- Fensterparameter während der Simulation ignoriert werden. In diesem Fall obliegt es dem Nutzer, sicherzustellen, dass das ausgewählte Fenster den gewünschten Anforderungen entspricht.
Standard Fenstermodell
Enthält das Projekt Fenster, die das Standard-Fenstermodell nutzen, ist die Funktion der umwandlung von IDA ICE Fenstereingabedaten in VDI-Fensterparemeter nicht gegeben.
Die Grundeinstellung ist, dass jedem Standard-Fenstermodell ein Fenster aus der VDI-Datenbank zugeordnet wird. Ohne Änderungen wird standardmäßig das erste Fenster der Datenbank zugeordnet, das eine Einscheibenverglasung darstellt.
In diesem Fall obliegt es dem Nutzer, sicherzustellen, dass das ausgewählte Fenster den gewünschten Anforderungen entsprechen. Alternativ können einzelne VDI-Fensterparameter vom Nutzer frei gewählt werden.
